Tama­ra und ihr Mann ver­brach­ten im Sep­tem­ber 2006 ereig­nis­rei­che Tage auf Mau­ri­ti­us, gaben sie sich doch in Flic en Flac das berühm­te “Ja”-Wort und ihr Ehe­ver­spre­chen. Gern ver­öf­fent­li­chen wir ihren sehr per­sön­li­chen Rei­se­be­richt.

Hoch­zeits­wal­zer im Sand

Als wir im Hotel anka­men, durf­ten wir zunächst mal in der Lob­by Platz neh­men und man brach­te uns einen Begrü­ßungs­cock­tail sowie ein küh­les, erfri­schen­des Tuch.

Zu unse­rer Über­ra­schung durf­ten wir auch sofort auf unser Zim­mer (es war ca. 10.30 Uhr) und konn­ten uns zunächst erst­mal aus­ru­hen, da wir im Flug­zeug nicht wirk­lich geschla­fen hat­ten.

Am Nach­mit­tag hat­ten wir dann eine ers­te Bespre­chung bzgl. der Hoch­zeit. Die muss­te auch am ers­ten Tag gleich statt­fin­den, da wir ja am drit­ten Tag (06.09.) hei­ra­ten woll­ten. In die­ser Bespre­chung wur­de geklärt, wel­che Blu­men und wel­che Tor­te gewünscht sind, ob wir zusam­men oder getrennt abge­holt wer­den wol­len, ob wir Musik möch­ten und wel­che, was wir zum Din­ner essen wol­len usw. Also eigent­lich alles rund­her­um. Dann hat man uns noch ein paar Plät­ze gezeigt, wo die Trau­ung statt­fin­den könn­te. Wir haben uns natür­lich für einen Platz am Strand ent­schie­den.

Am nächs­ten Tag wur­den wir dann von einer jun­gen Frau von der Agen­tur vor Ort nach Port Lou­is beglei­tet, wo wir die For­ma­li­tä­ten erle­di­gen muss­ten. Ich kann lei­der nicht wirk­lich sagen, auf wel­chen Ämtern wir dort über­all waren und wel­chen Zweck das alles hat­te. Ich weiß nur, dass es total easy und doch rela­tiv schnell geht, da die „Agen­tur-Frau“ uns ein­fach über­all vor­ge­schum­melt hat und uns auch immer gesagt hat, in wel­ches Zim­mer wir rein gehen müs­sen. Ins­ge­samt waren es 3 ver­schie­de­ne Stel­len und zu guter Letzt noch unser Stan­des­be­am­ter in Bam­bous. Hier muss­ten wir noch die Uhr­zeit für die Zere­mo­nie ver­ein­ba­ren und ange­ben, ob wir Zuge­winn­ge­mein­schaft oder Güter­tren­nung für die Ehe fest­le­gen wol­len.

Unser Hoch­zeits­tag: Die Trau­ung soll­te um 16.00 Uhr statt­fin­den (ging lei­der nicht frü­her, da kein Ter­min mehr frei). Nach dem Früh­stück sind wir noch gemüt­lich an den Strand. Um 14.00 Uhr hat­te ich dann mei­nen Ter­min zum fri­sie­ren und schmin­ken. Um 16.00 Uhr ging es dann ab zum Strand (in so einem klei­nen Golf­car, des­sen Namen ich lei­der nicht ken­ne), wo mein Bräu­ti­gam mich bei “unse­rem Lied” bereits erwar­te­te, was mich auch gleich zu Trä­nen rühr­te. Die Trau­ung dau­er­te wohl so 30 Minu­ten und der Stan­des­be­am­te hat wirk­lich voll genu­schelt, sodass ich mir das Lachen an der ein oder ande­ren Stel­le schwer ver­knei­fen konn­te… (Man gibt sich bei der Zere­mo­nie zuerst das Ja-Wort und sich dann noch ein Treue­ver­spre­chen, wel­ches aber bei Mann und Frau unter­schied­lich ist.) Alles in allem konn­te ich den Stan­des­be­am­ten dann aber doch bes­ser ver­ste­hen, als gedacht.
Danach gab es dann Sekt und Tor­te und nach dem wir ordent­lich ange­sto­ßen haben, haben wir im Sand getanzt (Mensch, krieg jetzt noch wei­che Knie davon).
Anschlie­ßend ging es dann durch die Anla­ge zu einer ech­ten Foto­ses­si­on, spä­ter natür­lich auch noch bei Son­nen­un­ter­gang. Als wir mit den Fotos fer­tig waren, haben wir einen klei­nen Spa­zier­gang am Strand gemacht und sind dann um 19 Uhr zu unse­rem Cand­le­light-Din­ner auf­ge­bro­chen. Wir hat­ten ein 6‑Gän­ge-Menü mit Hum­mer und allem, was dazu­ge­hört. Danach kam dann die Hoch­zeits­nacht…

Am nächs­ten Mor­gen beka­men wir unser Früh­stück (mit Cham­pa­gner) aufs Zim­mer gebracht und konn­ten den Tag ganz gemüt­lich begin­nen. Wir haben in den ver­blei­ben­den Tagen noch ein paar Aus­flü­ge gemacht (Kata­ma­ran, Sight-See­ing), haben aber mehr Zeit am traum­haf­ten Strand ver­bracht. Der Strand ist übri­gens längst nicht so fies – was die Koral­len­stück­chen betrifft – wie so oft beschrie­ben wird. Mei­ner Mei­nung nach, braucht man nicht unbe­dingt Bade­schu­he, wenn man am Strand spa­zie­ren geht. Man tritt zwar hin und wie­der auf etwas spit­zes, aber so schlimm fan­den wir das wirk­lich nicht.

Der Urlaub und die Hoch­zeit waren ein­fach klas­se. Es war ein­fach alles so wun­der­schön, dass ich manch­mal dach­te, ich lau­fe durch den TUI-Kata­log, denn so schön kann das ein­fach gar nicht sein.

Als Fazit kön­nen wir sagen, wir wür­den es jeder­zeit genau so wie­der machen!