Ange­fan­gen hat alles mit einer Wind­böe am Lago di Gar­da. Eben noch stand Mar­kus Schlit­ten­bau­er ein­fach so auf dem Brett, als er im nächs­ten Moment von eben jener Böe Rich­tung Hotel Pier auf Höchst­ge­schwin­dig­kei­ten von min­des­tens 20 km/h beschleu­nigt wur­de. Wow! Von da an war Wind­sur­fen sei­ne gro­ße Lei­den­schaft.

1993 grün­de­te er gemein­sam mit sei­nem Vater die Surf & Action Com­pa­ny und ist mitt­ler­wei­le ein Insti­tu­ti­on im Surf­sport. Mau­ri­ti­us gehört zu sei­nen Lieb­lings­re­vie­ren und ich den­ke nach dem Stu­di­um sei­nes wun­der­ba­ren Arti­kels wird sich so man­cher Sur­fer wün­schen, auch vor Mau­ri­ti­us aufs Brett zu stei­gen.

Bret­ter die die Welt bedeu­ten” von Mar­kus Schlit­ten­bau­er

Im Juni 1999 waren wir erst­mals auf Erkun­dungs­tour im Indi­schen Oze­an, um für Euch meh­re­re Spots und Hotels zu tes­ten. Es geht uns immer dar­um, für unter­schied­li­che Fahr­kön­nen den Mul­tis­pot zu fin­den. Einen Monat spä­ter inspi­zier­te der dama­li­ge Chef­re­dak­teur der SURF, Jochen Welz, mit dem Foto­gra­fen Stef­fen Diet­rich die Insel. Im surf-Maga­zin 5/2000 könnt Ihr nach­le­sen, was die bei­den über Surf­s­pots, Hotele­rie, über Land, Leu­te und Locals berich­ten. Zwi­schen­zeit­lich haben wir das Feed­back vie­ler Hun­dert Stamm­gäs­te, die seit Mai 2000 an den ver­schie­de­nen Spots gewohnt und gesurft haben. Seit April 2001 waren unse­re Part­ner Alex Duparc und Deni­se Schuh­ma­cher – mit kur­zen Unter­bre­chun­gen – auf der berühm­ten Brief­mar­ken­in­sel, und instal­lier­ten dort ihr Surf & Action Cen­ter, das seit Novem­ber 2003 am neu­en und von Anfang an geplan­ten Platz liegt.
Damit kön­nen wir Euch am bes­ten Mul­ti- und All­round­spot vom Anfän­ger-Stehre­vier mit Free­ri­de-Pis­te inner­halb des Riffs, von schö­ner Ein­stei­ger­bran­dung bis zu mast­ho­hen clea­nen Wel­len, fast alles an einem Platz bie­ten. Die­ses Traum­re­vier mit brei­ten weis­sen Sand­strän­den und einer steh­tie­fen geschütz­ten Lagu­ne liegt direkt vor dem belieb­ten Hotel Ber­ja­ya.

Mau­ri­ti­us ist güns­ti­ger als Ihr denkt! Nicht nur, dass das 4‑S­ter­ne-Hotel direkt am Spot mit Flug und 2 Wochen erst­klas­si­ger Halb­pen­si­on zum Teil schon ab 1.550 Euro zu haben ist, Alex und Deni­se haben sich auch nach preis­wer­ten Appart­ments umge­se­hen und selbst getes­tet. Mau­ri­ti­us bie­tet außer­halb der Hotels uner­war­tet nied­ri­ge Lebens­hal­tungs­kos­ten. Ihr wer­det über­rascht sein, auf der „teu­ren Insel“ (die­ser Ruf trifft zumin­dest auf die Brief­mar­ke zu) bei Selbst­ver­sor­gung güns­ti­ger als zu Hau­se leben zu kön­nen. Fami­liä­re „Pik Pik“-Appartments lie­gen z.B. nur 3km vom Spot ent­fernt, am Fuß des Le Bra­bant Ber­ges. Zu jedem Appart­ment gibt’s zwei Fahr­rä­der für eine gerin­ge Gebühr – so seid Ihr in 10 Minu­ten bequem am Surf & Action Cen­ter. Emp­feh­len kön­nen wir auch die schö­nen Apar­te­ments „Rop­sen“ im 6 km ent­fern­ten Ort La Galuet­te. „Vom-Bett-aufs-Brett“ ist natür­lich am 4‑Sterne Hotel Ber­ja­ya am schöns­ten. Auf­grund des Preis/Leistungsverhältnisses, dem sehr freund­li­chen Ser­vice, der schö­nen Anla­ge mit schö­nen Delu­xe Zim­mern (54m² groß) und des guten Essens, kom­men vie­le immer wie­der (man gönnt sich ja sonst nix).

Was macht Mau­ri­ti­us für uns so inter­es­sant? Der Wind: Wenn bei uns Som­mer ist, bläst hier ein sehr bestän­di­ger war­mer Süd­ost­pas­sat. Die Recher­chen von Dr. Sach­weh zei­gen eine 80%ige Wind­be­stän­dig­keit in der Zeit Mai-Novem­ber, mit meist 5 Bft und mehr. Auch von Novem­ber bis April gibt es in der Regel rund 60% Gleit­wind­ta­ge. Das Kli­ma: Mau­ri­ti­us — The BETTER SUMMER. In kei­nem euro­päi­schen Land fin­det Ihr zur Hoch­som­mer­zeit ein so ange­nehm mil­des und gesun­des Kli­ma wie von Mai bis Okto­ber auf Mau­ri­ti­us – dort ist dann „Win­ter“. Auch bei auf­fri­schen­den Win­den von 5–6 Bft. sind wir mit dem Shor­ty gefah­ren. Die Durch­schnitts­tem­pe­ra­tu­ren bewe­gen sich um 25 Grad Was­ser und 26–28° Luft. Wäh­rend der Nacht kühlt es auf ange­neh­me 17 bis 22° ab. Meist zei­gen sich nur kur­ze Regen­schau­er, in der Regel nachts. Auch der schö­ne wei­ße Koral­len­sand wird nicht heiß, so daß man immer bar­fuss lau­fen kann. Im Juli & August wird es etwas küh­ler, dann soll­ten Pull­over und Wind­ja­cke nicht feh­len. Der Wind­schat­ten des Ber­ja­ya leis­tet dann tags­über gute Diens­te, beson­ders für Nicht­sur­fer.
Mau­ri­ti­us hat viel zu bie­ten: Exo­ti­sche Land­schaf­ten, schnee­wei­ße Puder­mehl­strän­de, glas­kla­res Was­ser und bizar­re Berg­mas­si­ve ste­hen in Gegen­satz zum regen Trei­ben in der Haupt- und Hafen­stadt Port Lou­is, den quir­li­gen Märk­ten und dem bun­ten Völ­ker­ge­misch. Zum Wind­sur­fen allein viel zu scha­de! Wenn mal kein Wind bläst, bie­ten Natur und Infra­struk­tur unend­lich vie­le Alter­na­ti­ven. Beson­ders beein­druckt waren wir von dem fried­li­chen Zusam­men­le­ben der ver­schie­de­nen Reli­gio­nen, denn Mus­li­me, Hin­dus, Bud­dhis­ten und Chris­ten leben dort vor­bild­haft mit­ein­an­der. SURF 4/99 schreibt: „ein Tro­pen­pa­ra­dies in dem sich die Natur in Fül­le und Far­ben ver­schwen­det, ganz­jäh­rig Was­ser- und Luft­tem­pe­ra­tu­ren über 24° und ein traum­haft schö­ner Pal­men­strand. Ein para­die­si­scher Anblick.“

Die Qua­li­tät der mau­ri­tia­ni­schen Hotele­rie, Gas­tro­no­mie und des Ser­vice ist welt­be­rühmt. Abso­lut vor­bild­lich ist die Freund­lich­keit des Per­so­nals und der Ein­hei­mi­schen. In allen Hotels wird gro­ßer Wert auf vor­züg­li­che Küche gelegt. Dabei reicht das kuli­na­ri­sche Ange­bot von einem reich­hal­ti­gen Früh­stücks­buf­fet über aus­ge­zeich­ne­te inter­na­tio­na­le Küche mit ita­lie­ni­schen, fran­zö­si­schen, chi­ne­si­schen, indi­schen, bis hin zu kreo­li­schen Spe­zia­li­tä­ten und den Köst­lich­kei­ten des Mee­res. Und da im Som­mer die Mehr­heit der Bade­tou­ris­ten wegen des oft star­ken Win­des lie­ber fern bleibt, sen­ken die Hote­liers ihre Prei­se. Ganz beson­ders erfreut wer­den Eltern mit Kin­dern sein, denn in Beglei­tung zwei­er Erwach­se­nen gilt für die meis­ten Hotels, daß ein Kind (bis 4 bzw. 11 Jah­ren) umsonst fliegt und wohnt, egal wie lan­ge Ihr bleibt! Es fal­len nur gerin­ge Taxes/Gebühren sowie zum Teil ein gerin­ger Essen­s­preis an. Gilt nicht Ostern, Okto­ber und über Neu­jahr.

Anrei­se: Wir flie­gen (wie in die Kari­bik) 10 bis 11 Stun­den, dies­mal aller­dings Rich­tung Süd­os­ten über den Äqua­tor hin­weg, und ohne Jet­lag, da die Zeit­ver­schie­bung nur 2 Std. beträgt. Dank Condor/ThomasCook und Air Mau­ri­ti­us bequem mit grö­ße­ren Sitz­ab­stän­den, jeden Mitt­woch ab Mün­chen und jeden Sams­tag (Nov–April auch Mon­tags) ab Frank­furt, jeweils mit Zubrin­gern von fast allen deut­schen Flug­hä­fen. Über Nacht hin und tags­über zurück. Wer beson­ders bequem sit­zen, lie­gen, schla­fen, flie­gen, fürst­lich spei­sen und ver­wöhnt wer­den möch­te, dem emp­feh­len wir die Com­fort Class. Außer­dem bie­ten wir Euch Di und Fr Flü­ge mit Air Mau­ri­ti­us (Abflug Mün­chen ab 1.5. gestri­chen). Für die Mate­ri­al­mit­nah­me fällt bei bei­den Air­lines auf die­ser Lang­stre­cke nur € 80/Board an. Der Land­trans­fer (€ 50) wird durch unse­re Rei­se­lei­tung orga­ni­siert. Auch in die­sem Punkt steht Mau­ri­ti­us mit der Inco­m­ing-agen­tur Con­nec­tions an ers­ter Stel­le. Exo­tisch bemal­te Bus­se holen Euch mit und ohne Brett vom Flug­ha­fen ab. Inha­ber ist der seit 30 Jah­ren auf der Insel leben­de Karl Braune­cker. Ein sym­pa­thi­scher Deut­scher, der uns in Zusam­men­ar­beit mit Alo­is bei der Erkun­dung und Erpro­bung aller Revie­re beson­ders gehol­fen hat, inklu­si­ve Beschaf­fung der Hub­schrau­ber für unse­re Video­auf­nah­men. Die Rei­se­lei­te­rin­nen spre­chen gut Deutsch, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Creol. Rei­se­lei­te­rin Dina hat uns 10 Tage lang ihre Insel mit aller Lie­be zur Natur gezeigt und auch zum Unter­was­ser­lau­fen geführt. Hier fres­sen Euch 1000 bun­te Fische aus der Hand – ohne Tauch­aus­rüs­tung.

Poli­ti­sche Sicher­heit: Mau­ri­ti­us ist eines der weni­gen Län­der, die kein Mili­tär haben. Es gibt kaum Arbeits­lo­se und damit wenig Kri­mi­na­li­tät oder Fana­tis­mus. Es sind kei­ne Imp­fun­gen vor­ge­schrie­ben (aktu­ell bit­te beim Haus­arzt erkun­di­gen), es gibt kei­ne außer­ge­wöhn­li­chen gesund­heit­li­chen Gefah­ren. Die medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung hat euro­päi­schen Stan­dard.

Das Revier liegt in der Regi­on „Le Mor­ne“, rund um den mäch­ti­gen Fel­sen „Le Bra­bant“: Surf schreibt in Heft 5/2000: „Das Sah­ne­stück­chen für Wind­sur­fer: Le Mor­ne, eine ham­mer­för­mi­ge Halb­in­sel, die sich nach Wes­ten aus­rich­tet.“ Vom Flug­ha­fen bis nach Le Mor­ne führt die Fahrt teil­wei­se durch das Lan­des­in­ne­re, sowie an der Küs­te ent­lang – das wah­re Mau­ri­ti­us abseits der Hotel­re­sorts. „Durch eine Land­schaft, die Dich­ter und Lite­ra­ten zu lei­den­schaft­li­chen Elo­gen ver­lei­te­te. Le Mor­ne ist ein Juwel: Zwei steh­tie­fe Lagu­nen mit bügel-glat­tem Was­ser, davon eine direkt vor dem 4‑S­ter­ne-Hotel Ber­ja­ya. Ein paar hun­dert Meter süd­lich des Ber­ja­ya bie­gen die Wel­len an drei Breaks um ein Koral­len­riff.“

Wer den Spot am Fuße des Bra­bant zum ers­ten Mal sieht, wird schlicht­weg begeis­tert sein. Vor Euch lie­gen: wei­ßer Sand­strand, eine tür­kis­far­be­ne Lagu­ne mit steh­tie­fem Flach­was­ser, die zum Was­ser­start- und Halsen­trai­ning ein­lädt; auch für unse­re Free­style-freaks ein opti­ma­les Übungs-gebiet. Aber auch für Anfän­ger ist bes­tens gesorgt. Die­se fin­den ihr Revier noch wei­ter in Lee, direkt vor unse­rer Sta­ti­on. Denn auch wenn der Wind um die Ecke mit 7 Bft. in die Segel bläst, machen unse­re Anfän­ger im siche­ren Strand­ab­schnitt bei 3–4 Bft. ihre ers­ten Erfah­run­gen mit Brett und Segel. An man­chen Tagen, wenn die Strö­mung zu stark ist, soll­ten Anfän­ger jedoch nicht zu weit raus­fah­ren.

Welt­klas­se-Wel­len­s­pots: Die Lagu­ne wird von einem Riff begrenzt, über dem sich per­fek­te Wel­len zwi­schen 1 und 3 Metern Höhe bre­chen (Innen­riff) – ein opti­ma­les Revier für unse­re Wel­len­ein­stei­ger (per­fek­ter Was­ser­start und siche­rer Umgang mit einem Wave­board sind Vor­aus­set­zung, Wel­len­re­vier nur mit Wave­board befahr­bar! Das rela­tiv stump­fe Riff liegt ca. 1 m tief). Etwas wei­ter, ca. 2 km ent­fernt, rol­len am Außen­riff namens Mana­wa mast­ho­he Wel­len ent­lang. Die­ser Waves­pot ist für bereits erfah­re­ne Wel­len­sur­fer per­fekt, das Riff liegt etwa 2m tief. Dann gibt es noch, etwas wei­ter in Lee, den berühmt berüch­tig­ten Waves­pot OneEye, an dem eine der sau­bers­ten Wel­len im indi­schen Oze­an bricht. Der aller­dings ist mit Vor­sicht zu genie­ßen und nur für abso­lu­te Freaks und Wave­spe­zia­lis­ten geeig­net, da das Was­ser sehr flach ist und die Wel­le sehr schnell und kraft­voll läuft. Das heißt im Klar­text, schon ein klei­ner Feh­ler kann zum Ren­dez­vous mit dem Riff füh­ren. Bit­te beach­tet: Alle 3 Wel­len­s­pots haben Brandungs‑, nicht nur Dünungs­wel­len!
Der Pas­sat­wind bläst sideshore von links. Mit den offi­zi­el­len Wind­wer­ten der letz­ten 10 Jah­re und dem Ver­gleich zur Rea­li­tät am Spot, stell­te sich her­aus, dass der Wind bei Le Mor­ne auf­grund von Leit­plan­ken­ef­fek­ten (ber­gi­ge Süd­küs­te) immer mit 1–2 Bft. stär­ker bläst, als an ande­ren Spots auf der Insel.
Das Surf & Action Cen­ter mit aktu­el­lem RRD- und Neil­Pry­de-Mate­ri­al (ca. 40 Boards, ca. 60 Riggs) besteht seit 3 Jah­ren am Ende des Ber­ja­ya-Hotel-Gelän­des, ca. 80m vor dem Start­punkt des Win­des. Nach 3 Jah­ren „Kampf“ mit der Büro­kra­tie wur­de im Sep­tem­ber 2003 end­lich das lan­ge geplan­te zwei­te Sta­ti­ons­ge­bäu­de direkt am Wind fer­tig gestellt. Jetzt liegt das Surf & Action Cen­ter am bes­ten Platz des Spots, rechts mit schwä­che­rem Wind für alle Auf­stei­ger, links mit frei­em Start in Free­style-Lagu­ne und Wel­len. Im Nach­bar­ho­tel Indian Resort ist ein Club Mis­tral (rund 40 Boards) eröff­net wor­den. Die­ser liegt voll im Wind, was für die Cracks beque­mer ist, für schwä­che­re Sur­fer und deren Begleit­per­so­nen jedoch zeit­wei­se unan­ge­nehm (beson­ders Juli/August kühl bzw. zu stür­misch) sein kann. Bei­de Sta­tio­nen sind täg­lich, also auch sonn­tags geöff­net!

Revier­si­cher­heit: Um die vie­len Mög­lich­kei­ten die­ses ein­ma­li­gen Reviers ohne unnö­ti­ge Gefähr­dung nut­zen zu kön­nen, gilt es ein paar Punk­te zu beach­ten. Seit Ende Juli haben wir als ers­ter Anbie­ter welt­weit ein ein­zig­ar­ti­ges GPS-Sicher­heits­sys­tem ein­ge­führt, mit dem die Posi­ti­on jedes Sur­fer lücken­los auf bis zu 6 km Ent­fer­nung von der Sta­ti­on ver­folgt wer­den kann. Auch das soll­te aber bit­te nie­man­den zur Selbst­über­schät­zung des eige­nen Fahr­kön­nens ver­lei­ten! Das Gerät ist für rund € 30/Woche zu bestehen­den Leis­tun­gen wie Board­mie­te oder Lage­rung zubuch­bar. Außer­dem habt Ihr die Mög­lich­keit mit was­ser­dich­ten Funk­ge­rä­ten in Kon­takt mit der Surf&Action-Station zu blei­ben, ein bewähr­tes Kon­zept aus Dahab.
1) Gene­rell: Bit­te hal­tet Euch immer an die Anwei­sun­gen und Emp­feh­lun­gen der Sta­ti­ons­lei­ter! Wir wei­sen nach­drück­lich dar­auf hin, dass das Revier ins­be­son­de­re aus­ser­halb der Riffs und nahe der Öff­nun­gen des Riff­gür­tels nicht zu unter­schät­zen­de Gefah­ren birgt. An ca. 10–15% der Surf­ta­ge im Jahr gibt es sehr star­ke Strö­mun­gen, ver­bun­den mit gro­ßem Wel­len­gang, die auch an den Ein­stei­ger­riffs Ret­tungs­ver­su­che unmög­lich machen. Nach 2 Jah­ren Über­zeu­gungs­ar­beit konn­ten wir die Behör­den mitt­ler­wei­le zur Zulas­sung von Jet­Skis als Ret­tungs­ge­rä­te unter der Füh­rung der Küs­ten­wa­che bewe­gen. Wann die­se jedoch 100%ig instal­liert sind, ist bis­lang noch nicht abseh­bar. Bis dahin sind die Motor­boo­te der Sta­tio­nen bereit, die aller­dings bei extre­men Bedin­gun­gen nicht hin­ters Riff fah­ren kön­nen! Unser Tipp für Wave­cracks für Mana­wa: „Mie­tet“ Euch einen Fischer samt Boot (ca. € 15/Tag), der Euch beglei­tet! 2) In der Lagu­ne gibt es meh­re­re gut sicht­ba­re Stel­len mit Fel-sen/­Ko­ral­len, die man nicht über­fah­ren soll­te. Wir emp­feh­len Surf­schu­he. 3) Gezei­ten: Wenn die Ebbe mittags/nachmittags ein­trifft, so muss man eine ca. 2stündige Surf­pau­se ein­le­gen, um die Fin­nen zu scho­nen. Durch die täg­li­che ca. 2stündige Ver­schie­bung der Gezei­ten ist dies nur an man­chen Tagen nötig. 4) Strö­mung: An eini­gen Tagen mit hohen Wel­len kann sich eine star­ke Strö­mung ent­wi­ckeln, dann soll­te man nicht die Lagu­ne ver­las­sen. Tipps geben die Sur­f­leh­rer. 5) Lang­schlä­ge: Die Zone zwi­schen Innen­riff und Außen­riff (Mana­wa) ist kein „Flach­was­ser-Speed­s­trip“ und daher für Lang­schlag-Hei­zer nicht geeig­net!

Hotels & Appar­te­ments: Direkt am Spot und an der Surf&Action-Station liegt das Ber­ja­ya Le Mor­ne-Hotel, süd­öst­lich vor dem Bra­bant­berg. Das Hotel ist von tro­pi­scher, asia­ti­scher Archi­tek­tur beein­flusst und ver­mit­telt ein fern­öst­li­ches Flair. Die kom­for­ta­blen Cha­lets (mit je 2 Zim­mern im EG und 2 Zim­mer im 1.Stock) mit Sicht auf das Riff und Surf­ge­sche­hen gewäh­ren luxu­riö­se Bequem­lich­keit. Das Hotel ver­fügt über ins­ge­samt 200 groß­zü­gig kon­zi­pier­te Zim­mer à 54m², die mit Bad, sepa­ra­ter Dusche, sepa­ra­tem WC, Haar­trock­ner, Kli­ma­an­la­ge, Ven­ti­la­tor, Tele­fon, Farb-TV mit Video­pro­gramm und Musik­an­la­ge, Safe, Mini­bar, Tee/Kaffeekocher sowie Bal­kon oder Ter­ras­se aus­ge­stat­tet sind. Buch­bar nur mit Halb­pen­si­on. Den Gäs­ten ste­hen wahl­wei­se das Restau­rant „La Cas­ca­de“ mit inter­na­tio­na­ler Küche und das chi­ne­si­sche Restau­rant „Ori­ent Pearl“ zur Aus­wahl. Wie in fast allen Luxus­ho­tels von Mau­ri­ti­us ist im Preis inklu­si­ve: 3 Ten­nis­plät­ze, 2 Squash­plät­ze, Segeln in Klein­boo­ten, Schnor­cheln, Aus­fahr­ten mit dem Glas­bo­den­boot, Was­ser­ski zu fes­ten Zei­ten und Snoo­ker. Gegen Gebühr: Mas­sa­gen, Beau­ty­sa­lon, gute PADI-Tauch­schu­le, Kata­maran­aus­flü­ge, Hoch­see­fi­schen und Fahr­rad­ver­leih, Fit­ness­cen­ter mit Sau­na. Das neue Indian Resort liegt am Süd­ende des Ber­ja­ya Rich­tung Osten. Das Hotel zeich­net sich durch eine sehr groß­zü­gi­ge Gar­ten­an­la­ge und einen guten Ser­vice aus. Die gro­ßen Zim­mer sind sehr schön und geschmack­voll ein­ge­rich­tet mit Bad/Dusche, WC, Fön, Kli­ma­an­la­ge, Sat-TV, Video­ka­nal, Tele­fon, Mini­bar, Sitz­ecke, Safe. Von den drei Kate­go­rien Stan­dard, Juni­or Suite und Fami­li­en­zim­mer lie­gen die bei­den ers­te­ren zur Meer­sei­te hin. Im Preis inklu­si­ve ist Ten­nis, Was­ser­ski, Vol­ley­ball, Bad­min­ton, Was­ser­gym­nas­tik und Trimm­stre­cke. Gegen Gebühr gibts Wake­boar­den, Tau­chen, Para­sai­ling und Hoch­see­fi­schen. Das Hotel ver­fügt über einen gro­ßen Well­ness­be­reich. Früh­stück und Abend­essen in einem der 5 Restau­rants in Buf­fet­form. Ein­zi­ger Nach­teil des Hotels für Nicht­sur­fer: die Anla­ge steht voll im Wind und kann damit in den Mona­ten Juni–September etwas kühl wer­den. 5‑S­ter­ne-Hotel Les Pavil­li­ons. Am Nor­den­de des Ber­ja­ya (damit etwa 800 m vom Surf­s­pot ent­fernt) beginnt die Anla­ge des 4–5‑Sterne-Hotels Les Pavil­li­ons. Das Hotel zeich­net sich durch eine sehr groß­zü­gi­ge Gar­ten­an­la­ge, einen etwas brei­te­ren Strand als am Ber­ja­ya und einen her­vor­ra­gen­den Ser­vice aus. Die Zim­mer sind sehr schön und geschmack­voll ein­ge­rich­tet. Von den drei Kate­go­rien Stan­dard, Supe­ri­or und Delu­xe ver­wöh­nen die bei­den letz­te­ren im Bade­zim­mer mit einem Jacuz­zi mit Blick aufs Meer. Die Zim­mer sind aller­dings wesent­lich klei­ner als im Ber­ja­ya, also nor­ma­le Hotel­zim­mer­grö­ße. Wir kön­nen das Les Pavil­li­ons allen emp­feh­len, die noch mehr Kom­fort und Ser­vice wol­len, dafür muss man aber den etwas wei­te­ren Weg zum Surf­s­pot in Kauf neh­men. Güns­tig und fami­li­är: Appar­te­ments Pik Pik, am Fuße des Bra­bant­ber­ges, an der Stra­ße zum Ber­ja­ya, ca. 3 km vom Spot ent­fernt. Die Anla­ge ver­fügt über bunt ein­ge­rich­te­te, ein­fa­che Stu­di­os mit Kit­chen­et­te inkl. Geschirr, einer bzw. zwei Gas­koch­plat­ten, Kühl­schrank und Kli­ma­an­la­ge. Eine Putz­frau kommt täg­lich außer Sonn­tags und spült auch das Geschirr. Bei ihr kann man auch Baguette fürs Früh­stück bestel­len. Im schön ange­leg­ten, blu­men­rei­chen Gar­ten befin­det sich ein Swim­ming­pool mit Jacuz­zi, Ten­nis­platz (in jedem Stu­dio lie­gen Ten­nis­schlä­ger und Bäl­le bereit) und 2 Grill­plät­ze. Für jedes Stu­dio ste­hen jeweils 2 Fahr­rä­der kos­ten­frei zur Ver­fü­gung, mit denen man zum Bei­spiel in knapp 10 Minu­ten zur Surf­sta­ti­on radeln kann. Früh­stück und Abend­essen, was übri­gens vor­züg­lich schmeckt, sind vor Ort buch­bar (Bit­te einen hal­ben Tag vor­be­stel­len). Es gibt auch gute Bus­ver­bin­dun­gen z.B. zum Ber­ja­ya (ca. € 0,20), dann sind es noch 5 Minu­ten zu Fuß bis zur Surf­sta­ti­on. Oder zum nächst­ge­le­ge­nen Super­markt, der sich in der Ort­schaft La Gau­let­te befin­det. Der Markt ist gut aus­ge­stat­tet und liegt 5 km von den Pik­Pik-Stu­di­os ent­fernt. Prei­se: z.B. 1,5l Cola € 0,90 / 1 Baguette € 0,20 / 1 Bier € 0,50. Der Bus­s­top befin­det sich ein paar Meter vor der Anla­ge Pik Pik. Ein klei­nes Shop­ping­cen­ter mit Bank und Geld­au­to­mat (aller­dings ohne Super­markt oder Lebens­mit­tel­ge­schäft) befin­det sich nur 20 m von den Stu­di­os ent­fernt. Ab sofort kön­nen wir Euch auch die kom­for­ta­ble­ren Appar­te­ments Les Lata­ni­ers ca. 20 m ober­halb der Pik­Pik, anbie­ten. Fahr­rä­der güns­tig zu mie­ten.
Im klei­nen Ort La Gau­let­te, rund 7 km vom Surf­s­pot ent­fernt, befin­den sich die Appar­te­ments, Bun­ga­lows und Vil­len von Mr. Rop­sen. Wir kön­nen Euch voll ein­ge­rich­te­te Appar­te­ments für 2, 3, 4 oder mehr Per­so­nen anbie­ten. Qua­li­tät und Sau­ber­keit ist hier sehr gut. Rop­sens gibt Euch auch nütz­li­che Tipps für die Insel oder ver­mit­telt güns­ti­ge Miet­wa­gen oder Pick-Ups!

Alter­na­ti­ven: Rund um das Hotel Ber­ja­ya oder die Appar­te­ments fin­det eigent­lich kein Nacht­le­ben statt – nur das was die Hotels bie­ten. Der nächs­te klei­ne Ort, La Gau­let­te, bie­tet zumin­dest ein paar net­te klei­ne Restau­rants und Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten. Der Bär los ist dann in der Haupt­stadt Port Lou­is, ca. 35 min Auto­fahrt ent­fernt. Einer unser Tipps für tags­über ist der Vanil­le Cro­co­di­le Park, ca. 30 min ent­fernt an der Süd­ost­küs­te. Ein schön ange­leg­ter Park, in dem man sich fast wie im Dschun­gel fühlt, mit klei­nen Was­ser­fäl­len, Kro­ko­di­len, Rie­sen­schild­krö­ten, Affen und eini­ge ein­hei­mi­sche Exo­ten. Anschlie­ßend kann man Gris Gris, dem süd­lichs­ten Punkt der Insel, einen Besuch abstat­ten: ein Aus­sichts­punkt über der Fels­küs­te, an dem der Wind immer am kräf­tigs­ten bläst. Die Gischt spritzt hier manch­mal meter­hoch über den „wei­nen­den Fel­sen“. Sein Name rührt von äch­zend stöh­nen­den Geräu­schen, die man an den Stark­wind­ta­gen ver­neh­men kann. Des­wei­te­ren sind Moun­tain­bike-Tou­ren mit Gui­de oder Can­yo­ning zu emp­feh­len. Inter­es­sant sind auch die Was­ser­fäl­le, die bun­te Erde und das Hoch­pla­teau. All das kann man mit einem Miet­wa­gen, für ca.€ 35–40 am Tag inklu­si­ve Ver­si­che­rung und unli­mi­tier­te Kilo­me­ter, erkun­den. Vor­sicht Links­ver­kehr!

Es ist wohl nicht über­trie­ben zu behaup­ten, daß Mau­ri­ti­us eines der weni­gen ver­blie­be­nen Para­die­se unse­rer Erde ist! Holt Euch das Video zur Vor­freu­de.

(Mar­kus Schlit­ten­bau­er)

Vie­le wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Sur­fen und auch die pas­sen­den Bil­der zu die­sen Bei­trag fin­den Sie bei der Surf & Action Com­pa­ny. Auch ein Video kann bestellt wer­den. Na dann — immer schön die Nase in den Wind ste­cken!