“Die kleine Insel im Indis­chen Ozean hat weder Macht noch Geld. Auch an Rohstof­fen fehlt es ihr. Trotz­dem macht sie uns gesellschaftlich und wirtschaftlich was vor. Der Zwer­gen­staat wächst seit fast 30 Jahren um mehr als fünf Prozent — pro Jahr.” So beginnt der US-amerikanische Wirtschaftswis­senschaftler und Nobel­preisträger für Wirtschaftswis­senschaften Joseph E. Stiglitz seiner Artikel über Mau­ri­tius.

Stieglitz gehört mit einem guten Dutzend weit­erer Top-Ökonomen zum Think Tank der Finan­cial Times Deutsch­land und wirft in einem inter­es­san­ten Auf­satz einen Blick hin­ter die Postkarten­mo­tive von Mau­ri­tius und auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwick­lung dort.

In ver­schiede­nen Foren wurde der Beitrag bere­its kri­tisch disku­tiert, da er bei allem Lob für die pos­i­tive Entwick­lung der Insel in den let­zten Jahren kri­tis­che Aspekte und alltägliche Prob­leme aus­blendet. Doch darum geht es Stiglitz in seinen Aus­führun­gen ja auch nicht. Der Artikel ist viel mehr ein Aufruf nach Alter­na­tiven und neuen Blick­winkeln zu suchen, wie man eine Gesellschaft alter­na­tiv zu unseren etablierten Sys­te­men organ­isieren kann und damit zu mehr gesellschaftlichem Zusam­men­halt, zu Wohl­stand und Wirtschaftswach­s­tum und zu weniger Ungle­ich­heit gelangt.

Und dafür ist ein Blick nach Mau­ri­tius in der Tat mehr als geeignet!