Die Hotel­land­schaft auf Mau­ri­tius ändert sich rasend schnell. Neue Hotels wer­den gebaut, alte fin­den neue Inha­ber und beste­hende Häu­ser wer­den moder­ni­siert. Grund genug für Daniela Kös­ter vom Münch­ner Rei­se­ver­an­stal­ter Genuss Tou­ren, die „alten“ Hotels erneut in Augen­schein zu neh­men uns sich von der Qua­li­tät der neuen Häu­ser zu über­zeu­gen. In neun Tagen über­nach­tete sie in neun Hotels. Hier ihre per­sön­li­chen Eindrücke.

“Mau­ri­tius — neun Tage, neun Hotels” von Daniela Köster

Le Tel­fair 5*
GT Le Telfair
Einen bes­se­ren Ein­stieg hätte ich mir für meine Hotel­checks auf Mau­ri­tius nicht wün­schen kön­nen. Die Kolo­ni­al­ar­chi­tek­tur des Le Tel­fair mit fili­gra­nem, weiß gestri­che­nem Holz und dunk­len Tro­pen­höl­zern ist ganz typisch für Mauritius.

Posi­tiv: Stim­mi­ges Kon­zept, gute Aus­wahl an unter­schied­li­chen Restau­rants, top gepfleg­ter Golf­platz
Nega­tiv: Der Strand ist teil­weise etwas schmal, aber wun­der­bar lang.
Tipp: Der sty­li­sche C-Club mit schö­nem Strand, Pool und zwei Restaurants

The St. Regis Mau­ri­tius Resort 5*
GT St Regis Mauritius
Impo­sant war mein ers­ter Gedanke bei der Ein­fahrt zum neuen St. Regis. Auch hier nimmt der Stil Ele­mente der Kolo­ni­al­ar­chi­tek­tur auf, inter­pre­tiert ihn aber sehr groß­zü­gig und modern.

Posi­tiv: Die rie­si­gen, geschmack­voll gestal­te­ten Zim­mer, der lange, breite Strand, der vor­züg­li­che Spa, die Aus­wahl an Restau­rants von fran­zö­si­scher bis zu japa­ni­scher Küche.
Nega­tiv: Durch die Groß­zü­gig­keit der Anlage wir­ken man­che Berei­che etwas ver­las­sen.
Tipp: DAS Hotel für Kitesur­fer. Direkt vor dem Hotel liegt der Top Spot One Eye.

LUX* Le Morne 5*
GT LUX Le Morne
Hier wer­den alle Träume von Mau­ri­tius wahr. Pal­men bie­gen sich über den wei­ßen Sand­strand, der Le Morne thront über dem Hotel, tro­pi­sches Flair bestimmt die Einrichtung.

Posi­tiv: Das Hotel ist für ein Resort und allen damit ver­bun­de­nen Annehm­lich­kei­ten (Sport­aus­wahl, Restau­rants, Spa) mit nur 149 Zim­mern recht klein. Auch wenn das Hotel aus­ge­bucht ist, ist die Atmo­sphäre sehr ruhig.
Nega­tiv: Mir fällt nichts ein.

La Piro­gue 4*
GT La Pirogue
Wei­cher Sand, ein rie­si­ger Pal­men­gar­ten und Mit­ar­bei­ter, die schon seit Jah­ren im Hotel arbei­ten, sind die drei ganz gro­ßen Plus­punkte des Hotels. Es ist ein Hotel in dem Gäste zu Stamm­gäs­ten wer­den und ihm über Jahre die Treue hal­ten. Denn hier herrscht eine echte Wohlfühlatmosphäre.

Posi­tiv: Das La Piro­gue hat sich als Tra­di­ti­ons­ho­tel einen der schöns­ten Strände gesi­chert.
Nega­tiv: Ganz per­sön­lich – die Bun­ga­lows sind vom Stil her schon etwas in die Jahre gekom­men. Top gepflegt, aber viel­leicht nicht mehr ganz zeit­ge­mäß.
Tipp: Nut­zen Sie die Ein­rich­tun­gen, Restau­rants und das Spa des Schwest­er­ho­tels Sugar Beach.

Zilwa Atti­tude 4*
GT Zilwa Attitude
Eine echte Berei­che­rung für Mau­ri­tius. Es liegt ganz im Nor­den der Insel mit herr­li­chem Blick auf Coin de Mire, Round und Flat Island. Alles ist hell, freund­lich und modern gestal­tet. Typisch mau­ri­tia­nisch ist das Credo des Hau­ses. Die Mit­ar­bei­ter stam­men aus Mau­ri­tius, die teils rus­ti­kale, teils desi­gno­ri­en­tierte Gestal­tung der Zim­mer ist den Häu­sern der Insel nachempfunden.

Posi­tiv: Die geschickte Anord­nung der Zim­mer in einen Bereich für Fami­lien und einen Bereich für Paare.
Nega­tiv: Der Strand ist recht seicht, wirk­li­ches Schwim­men ist nur in den groß­zü­gi­gen
Pool­an­la­gen des Hotels mög­lich.
Tipp: An einer Fahrt zum Son­nen­auf­gang mit einem loka­len Fischer teil­neh­men. Magi­sche Momente erwar­ten Sie!

Para­dise Cove 5*
GT Paradise Cove
Ein Hotel nur für Erwach­sene. Im klei­nen Para­dise Cove ist alles auf Zwei­sam­keit aus­ge­legt. Am Strand der Bucht gibt es kleine Pavil­lons für ein roman­ti­sches Essen, auf dem Hügel ste­hen „Love­nests“: Lie­gen unter Sonnenschirmen.

Posi­tiv: Abso­lute Ruhe und Pri­vat­sphäre auf der einen Seite – und doch am Abend die Mög­lich­keit an der Bar oder der Lounge andere Gäste zu tref­fen.
Nega­tiv: Es gibt kei­nen direk­ten Strand am Meer. In der Bucht liegt man aber herr­lich – oder auf dem Hügel am Infi­nity Pool mit Blick auf den Indi­schen Ozean.

Belle Mare Plage 5*
GT Belle Mare Plage
Schon seit Jah­ren eine abso­lu­ter Klas­si­ker auf Mau­ri­tius. Eines der glück­li­chen Hotels, das viele unter­schied­li­che Gäste anspricht, ohne belie­big zu sein. Gol­fer lie­ben es natür­lich wegen der zwei Golf­plätze The Links und The Legends, auf dem sie ohne Green­fees spie­len kön­nen. Nicht-Golfer schät­zen den lan­gen Sand­strand und die vor­züg­li­che Küche.

Posi­tiv: Das große Ange­bot an Restau­rants und Sport­mög­lich­kei­ten.
Nega­tiv: Mir fällt nichts ein.

Le Tou­ess­rok 5*
GT Le Touessrok
Das Hotel wird ab April 2015 reno­viert. Ich bin sehr gespannt auf das neue Le Tou­ess­rok – schon das alte hat mich mit sei­ner Lage an drei herr­li­chen Strän­den begeistert.

Four Sea­sons 5*
GT Four Seasons
Für mich eines der schöns­ten Hotels auf Mau­ri­tius. Hier stimmt ein­fach alles – von der Lage über die groß­zü­gi­gen Vil­len, von der schön gestal­te­ten Anlage über die wei­ßen Traumstrände.

Posi­tiv: Hier stimmt ein­fach alles. Die Zim­mer sind groß­zü­gig und geschmack­voll, der Ser­vice ist erst­klas­sig – freund­lich und unauf­dring­lich. Die Küche vor­züg­lich. Das Frei­zeit­an­ge­bot ist umfas­send, der Golf­platz ist in einem Top-Pflegezustand.
Nega­tiv: Mir fällt nichts ein.
Tipp: Das opti­male Hotel für jeden, der ein Höchst­maß an Pri­vat­sphäre wünscht. Die Vil­len bie­ten so viel Platz, dass man sie gar nicht ver­las­sen muss. Auf der Ter­rasse kann man sich das Essen ser­vie­ren las­sen, im klei­nen Pri­vat­pool fin­det man Erfrischung.

Mein Fazit nach neun Hotels in neun Tagen: Das erste Resü­mee – auf Mau­ri­tius fin­det wirk­lich jeder Gast das rich­tige Hotel. Kei­nes der Häu­ser ähnelt dem ande­ren – jedes setzt indi­vi­du­elle Schwer­punkte. Das zweite Resü­mee – die Ver­än­de­run­gen in der Hotel­land­schaft sind posi­tiv für Mau­ri­tius. Neue Hotel­kon­zepte wie „Adults Only“ oder „Desi­gn­ho­tels“ spre­chen neue Gäste an. Die Tra­di­ti­ons­ho­tels rea­gie­ren mit neuen Kon­zep­ten und inves­tie­ren viel in die Moder­ni­sie­rung ihrer Häu­ser.

Vie­len Dank an Daniela Kös­ter, dass sie ihre Ein­drü­cke und Tipps mit uns teilt!