Anke und Ralf Schlosser bereis­ten im Novem­ber 2008 Mau­ri­tius zum zweiten Mal nach 2001 und haben uns einen aus­führlichen Reise­bericht mit­ge­bracht, der einen gle­icher­maßen abwech­slungsre­ichen wie erhol­samen Urlaub dokumentiert.

“Auf der Straße und am Strand” — Reise­bre­icht von Anke und Ralf Schlosser

1. und 2. Tag (Anreise)

Am 14. Novem­ber 2008 ging es um 16:40 Uhr zum Flughafen nach Frank­furt. Um 17:40 Uhr öffnete der Check-In der Air Mau­ri­tius im Ter­mi­nal 2 Halle E. Nach einer Minute waren wir unsere Kof­fer los und hat­ten unsere Board­karten in der Hand. Um 20 Uhr war dann Board­ing und pünk­tlich um 21 Uhr hoben wir ab. Nun hat­ten wir 11 Stun­den Flug vor uns. Der Sitz­ab­stand in der Econ­omy Class der Air Mau­ri­tius Mas­chine ist wesentlich größer als bei der Con­dor auf entsprechen­den Langstreck­en­flü­gen. Somit lässt es sich etwas besser auf einem so lan­gen Flug aushal­ten. Das Per­sonal der Air Mau­ri­tius war sehr nett, das Essen und die Getränke an Board sehr gut. Es wurde alles kosten­frei nachgeschenkt. Nach gutem Aben­dessen wurde geschlafen, und um 10 Uhr Ort­szeit gab es dann Früh­stück. Pünk­tlich um 12 Uhr tauchte Mau­ri­tius unter uns auf. Nach­dem wir gelandet waren, der Flughafen ist bei dem blauen Pfeil auf der Karte, ging es gle­ich zum Ein­reis­eschal­ter. Nach dem üblichen Papierkram hat­ten wir dann auch schon unsere Kof­fer. Danach noch schnell einige Euros in Rupien getauscht, und schon saßen wir im Taxi Rich­tung Belle Mare. Nach ca. einer Stunde Fahrt kamen wir an unserem Hotel Veranda Pal­mar Beach an (roter Pfeil auf der Karte). Dort wur­den wir von einer Dame und zwei Her­ren prak­tisch aus dem Auto gez­errt. Zuerst beka­men wir ein alko­hol­freies Erfrischungs­getränk und danach wurde uns alles in Ruhe erk­lärt. Wir bezo­gen danach Zim­mer 500 und beka­men auch noch etwas zum Mit­tagessen. Danach ging es ab an den Strand und ins Wasser. Am ersten Tag sind wir dann noch gegen 17:30 Uhr ein wenig am Strand ent­lang gelaufen.Nach dem Strandspazier­gang noch einen Drink an der Pool­bar, danach duschen und um 19:30 Uhr zum Essen. Nach dem Essen sind wir müde ins Bett gefallen.

3. Tag, Son­ntag 16. Novem­ber 2008

In der Nacht gab es heftige Regen­schauer. Doch am Mor­gen schien wieder die Sonne. Da es auch hier am Meer Gezeiten gibt, war der Strand heute Mor­gen erhe­blich bre­iter wie gestern Abend. Während des Früh­stücks haben die Angestell­ten des Hotels unseren Humor getestet. Als Anke Kaf­fee bestellte, wurde Ihr mit einem Grin­sen mit­geteilt: „Maschin gabutt!!“. 20 Sekun­den später war dann die Tasse voll. Man sollte daher wis­sen, dass die Ein­heimis­chen gerne Späße machen, und es ganz klasse finden, wenn man da mit­macht. Also ruhig auch mal einen Gag loslassen (aber nur solche, die nicht unter die Gürtellinie gehen). Nach dem Früh­stück sind wir dann an den Strand. Vor­mit­tags sind wir dann nach links gegan­gen, also Rich­tung Nor­den. Dort sind wir an dem Hotel Beau Rivage und dem The Res­i­dence, einem der teuer­sten Hotels der Insel vor­beige­laufen. Nach den bei­den Hotels kommt der „Pub­lic Beach“ von Belle Mare. Hier gehen die Ein­heimis­chen an den Strand. Es gibt Stände mit Getränken und Essen. Der Strand hat hier unge­fähr eine Länge von einem Kilo­me­ter. Wir sind bis zu einem Hin­dutem­pel gelaufen, der sich auf einer Land­spitze am Ende des lan­gen Stran­des befindet. Es geht noch viel weiter, aber diese Wan­derung haben wir erst gegen Ende des Urlaubes gemacht. Zurück am Hotel­strand sind wir dann noch mehrmals ins Wasser. Dafür gibt es, beson­ders während der Flutzeiten (High Tide), zwis­chen dem Pal­mar Beach und dem Beau Rivage Hotel eine „Bade­wanne“. Dieses Teil­stück haben wir so benannt, da das Wasser hier teil­weise wärmer wird als bei uns zu Hause in der Bade­wanne. Außer­dem ist es ist teil­weise nur kni­etief, bei Ebbe die Wanne halb leer. Lei­der kann es zu unserer Reisezeit (Novem­ber) ver­mehrt zum Auftreten von See­gras kom­men. An unserem Strand war dies nicht so schlimm, da das See­gras auch prob­lem­los von den Hotel­gärt­ner ein­mal am Tag aufge­sam­melt und entsorgt wurde. Die Masse an See­gras ist aber sehr unter­schiedlich. An einem Hotel Rich­tung Süden (Sor­couf Hotel) kamen die Leute selbst mit einem kleinen Bag­ger nicht nach, das See­gras zu ent­fer­nen. Gegen Ende des Urlaubes war bei uns so gut wie kein See­gras mehr zu sehen.

4. Tag, Mon­tag 17. Novem­ber 2008

In der Nacht gab es keinen Regen, die Sonne bran­nte vom Him­mel schon am Mor­gen. Nach dem Früh­stück sind wir über den Strand nach Belle Mare gelaufen. Dort woll­ten wir uns in den Geschäften ein­mal umschauen. Es gibt einen Super­markt und unzäh­lige Fac­tory Shops. Alle großen Designer haben hier ihre Shops eröffnet. Überall gibt es Ralph Lau­ren, Hugo Boss und son­stige Nobel­ware. Ange­blich soll es hier wesentlich bil­liger sein als in Deutsch­land, aber um bei ca. 30 Grad Cel­sius einen Wollpullover zu kaufen, muss man wohl einen an der Klatsche haben. Nun denn, die Läden scheinen sich zu lohnen da es sie sonst wohl nicht geben würde. Gegen 12 Uhr sind wir dann vom Hotel aus mit dem Glas­bo­den­boot raus­ge­fahren. Diese Fahrt, sowie eine weit­ere Fahrt zum Schnorcheln, wird jeden Tag während der Flut vom Hotel ange­boten. Sie sind beide inklu­sive, müssen also nicht extra bezahlt wer­den. Die Glas­bo­den­boot­fahrt war wirk­lich ganz große Klasse. Den Mit­tag haben wir am Strand ver­bracht und uns über die Rezep­tion ein Auto für den morgi­gen Tag gebucht. Es wurde die Route durch den Süden der Insel geplant. Am Abend gab es dann wieder ein vorzügliches Essen am Pool des Hotels.

5. Tag, Dien­stag 18. Novem­ber 2008

Für heute hat­ten wir uns einen Miet­wa­gen bestellt. Der Herr von Bud­get kam pünk­tlich um 8:30 Uhr, um uns den blauen Nis­san Tida zu übergeben. Der Wagen kostete 56 € plus 15% Steuer, also 64,40 € am Tag. Der Miet­wa­gen­mann zieht die Kred­itkarte durch und lässt den Betrag offen. Sollte man das Auto beschädi­gen, so kommt eine Gebühr von 300 € hinzu. Uns ist das nicht passiert, und der Herr hat uns einen Tag nach Rück­gabe eine Kopie der Quit­tung (64,40€) ins Zim­mer legen lassen. Also hier ist ein wenig Ver­trauen ange­bracht. Um 9:10 Uhr sind wir dann los­ge­fahren. In Cen­tre de Flaq haben wir erst ein­mal voll­ge­tankt. Die Ben­z­in­preise sind ver­gle­ich­bar mit denen von uns. Wir sind danach in Rich­tung Westen gefahren, vor­bei an Quartier Mil­i­taire bis zur Auto­bahn. Diese haben wir dann in Rich­tung Mahe­bourg befahren und sind in Nou­velle France wieder abge­fahren. Jetzt sind wir der Straße bis nach La Flora gefolgt, und dort dann Rich­tung Souil­lac abge­bo­gen. In Souil­lac dann den Weg­weis­ern zu den Rochester Falls fol­gen. Die Straße wird immer enger und schlechter, bis sie in einem Feld­weg endet. Wir hat­ten Glück, das ger­ade das ganze Zuck­er­rohr abgeern­tet wurde und wir somit einen Überblick hat­ten. Wir wur­den direkt von Ein­heimis­chen „Weg­weis­ern“ ange­sprochen, die uns zu den Wasser­fällen führen woll­ten. Wir haben diesen Ser­vice fre­undlich abgelehnt, was auch sofort akzep­tiert wurde. An den Wasser­fällen angekom­men (ca. 10 Minuten Fußweg) wollen einige Ein­heimis­chen von den Felsen run­ter­sprin­gen. Dafür erwarten sie eine Bezahlung. Da dies nicht ganz unge­fährlich ist, sollte man darauf lieber verzichten. Wir sind danach zurück nach Souil­lac und nach Gris-Gris, einem Aus­sicht­spunkt an dem südlich­sten Zipfel von Mau­ri­tius. Danach ging es an der Süd­küste ent­lang in Rich­tung Bel Ombre. Hier haben wir für 200 Rupien (ca. 5 €) in einem Asia-Food-Laden gegessen und getrunken. Es war sehr lecker. In Bel Ombre gibt es sehr viele Luxu­sho­tels. Wir sind dann weiter über Baie du Cap nach La Morne gefahren. Hier in La Morne sind einige Luxus-Golfhotels. Ein großes Hotel wird ger­ade ren­oviert. Das heißt hier auf Mau­ri­tius, das so gut wie alles abgeris­sen und neu aufge­baut wird. Jetzt ging es weiter in Rich­tung Nor­den bis nach Grande Case Noyale. Hier sind wir dann in Rich­tung Chamarel abge­bo­gen. Jetzt geht es unzäh­lige Kur­ven hin­auf zu den Chamarel Water­falls. Die Wasser­fälle und die „Ter­res de Couleur“ sind gut aus­geschildert. Am Ein­gang zu dem Natur­park sind 100 Rupien (ca. 2.50 €) pro Per­son fäl­lig. Man kann mit dem Auto bis zu einem Park­platz des Wasser­falles fahren. Von dort dann einige Trep­pen­stufen hin­auf zum Aus­sicht­spunkt. Von hier aus geht es dann mit dem Auto weiter zur „Bun­ten Erde“. weiter in Rich­tung Osten zum Black River Gorges National Park. Hier gibt es einen sehr schö­nen Aus­sicht­spunkt. Man fühlt sich hier wie in den Alpen. Danach weiter zu dem Alexan­dra Falls View Point. Hier haben wir dann einige wild lebende Affen angetroffen.Weiter ging es dann zu Grand Bassin, einem heili­gen Ort der Hin­dus. Das Wasser dieses Kratersees ist in dem hin­duis­tis­chen Glauben gle­ich dem des Ganges in Indien. Wir sind dann über Mahe­bourg und die Straße an der Ostküste ent­lang zurück in unser Hotel gefahren. Gegen 19:00 Uhr kamen wir dort an. Es war ein wun­der­schöner Tag mit vie­len unvergesslichen Erinnerungen.

6. Tag, Mittwoch 19. Novem­ber 2008

Heute sind wir am Strand ent­lang bis nach Trou d’Eau Douce gelaufen. Dies hat ca. 3 Stun­den gedauert. Auf dem Weg haben wir auch ein­mal ein Soft­eis von einem Eis-Auto getestet. Diese Autos sind an jedem Pub­lic Beach zu finden. Sie sehen sehr lustig aus und machen auch Musik. Man hört sie immer, wenn man am Strand ist. In Trou d’Eau Douce haben wir erst ein­mal in einem Lokal ein Getränk zu uns genom­men. Danach haben wir an einem „Roti-Wagen“ etwas zu essen gekauft. Diese Imbiss­bu­den wer­den nor­maler­weise von Touris­ten gemieden, was wir gar nicht nachvol­lziehen kön­nen. Hier gibt es sehr leckere ein­heimis­che Dinge zu pro­bieren. Nach den Stärkun­gen haben wir uns noch etwas in dem Ort umge­se­hen. Mit dem Taxi sind wir dann für 200 Rupien zum Hotel zurück­ge­fahren. Dort haben wir dann den Rest des Tages am Strand verbracht.

7. Tag, Don­ner­stag 20. Novem­ber 2008

Heute war ein Gammel-Tag am Strand. Wir haben uns etwas in unserem Hotel umge­se­hen und haben einige Bilder gemacht. Heute haben wir auch zum ersten und einzi­gen Mal unsere Reise­lei­t­erin getrof­fen. Wir brauchen auch eigentliche keine Reise­leitung, nur für den Trans­fer zum Flughafen und für die Rückbestä­ti­gung der Flugtick­ets.

8. Tag, Fre­itag 21. Novem­ber 2008

Heute war es wieder son­nig mit ein paar Wolken am Him­mel. Mit dem Taxi sind wir für 200 Rupien nach Trou d’Eau Douce gefahren. Von dort aus mit einem Boot zur Ile aux Cerfs. Man kann hier entweder nur die Überfahrten buchen, oder gle­ich mit Mit­tagessen und Boot­s­tour zu einem Wasser­fall. Für die Überfahrten wer­den 300 Rupien pro Per­son fäl­lig. Wenn man auf der Insel was zu essen haben will, sollte man dies gle­ich mit buchen. Auf der Insel ist nur ein Restau­rant, welches dem Le Touess­rok Hotel ange­hört. Dadurch sind die Preise dort sehr hoch. Auf der Ile aux Cerfs angekom­men, haben wir begonnen diese im Uhrzeigersinn zu umrun­den. An dem Lan­dungssteg war sehr viel los, da hier wohl alle Touris­ten abge­laden wer­den und diese sich dann nur an diesen einen Strand legen. Je weiter wir uns von dem Lan­dungssteg ent­fer­n­ten, umso ein­samer wurde es. Lediglich einige Boote kamen an Land und haben Grill­stände aufge­baut. Einige haben ange­fan­gen Huhn und Fisch zu grillen. Die Ile aux Cerfs besteht eigentlich nur aus Strand und einem Golf­platz, welcher zum Le Touess­rok Hotel gehört. Diesen sollte man nicht leicht­fer­tig betreten, da man sich sonst einen Golf­ball ein­han­deln kön­nte. Aber es ste­hen überall Hin­weiss­childer. Nach­dem wir die Insel zu ¾ umrun­det hat­ten, beka­men wir den Hin­weis dass die Insel nicht umrun­det wer­den kann. An einer Stelle ist der Man­groven­wald undurch­läs­sig. Also sind wir wieder umgekehrt. An den Stellen, wo eben noch gegrillt wurde, saßen jetzt dutzende von Touris­ten und waren am Essen. Also das hat uns jetzt auch nicht so gefallen, hatte so was von Massen­abfer­ti­gung. Also sind wir wieder zurück zum Fes­t­land gefahren und haben dort an einer Bude was gegessen und danach in einem Lokal ein Bier gezis­cht. Mit dem Taxi ging es dann zurück ins Hotel.

9. und 10. Tag, Sam­stag 22. und Son­ntag 23. Novem­ber 2008

An bei­den Tagen haben wir einen Strand­tag ein­gelegt. Am Woch­enende lohnt es sich kaum eine Tour zu machen. Fast alles hat zu, da die Ein­heimis­chen auch auf Tour mit den Fam­i­lien oder Fre­un­den gehen. Wir waren heute zum ersten Mal mit dem Segel­boot draußen. Es war nur ein kleines, nicht so gut wie das Hobie-Cat auf Antigua oder Grenada. Der Wind entschädigte aber das kleine Boot. In der Nacht hat es dann auch gereg­net, und am Son­ntag gab es auch dann mal den einen oder anderen Schauer. Alles halb so schlimm.

11. Tag, Mon­tag 24. Novem­ber 2008

Heute sind wir ein­mal etwas früher aufge­s­tanden, denn wir hat­ten einen Miet­wa­gen gebucht. Es war sehr windig, einige Wolken, aber son­nig. In der Nacht hatte es stark gereg­net. Nach dem Früh­stück ging es gegen 8:30 Uhr los. Wir sind die Ostküste ent­lang in Rich­tung Süden gefahren. Hier sind wir an vie­len Feldern vor­beigekom­men. Wir sind dann weiter über Mahe­bourg nach Blue Bay. Dort haben wir uns die Lagune und das Blue Hori­zon Hotel ange­se­hen. Die Lagune ist ganz nett, aber der Strand des Hotels ist nicht so toll. Vielle­icht sind wir ja auch von unserem Hotel­strand ver­wöhnt. Danach sind wir am Flughafen ent­lang über St. Hubert zum Val Park, ein kleiner aber feiner Natur­park. Hier kostet es 100 Rupien Ein­tritt, die sich lohnen. Von hier aus mussten wir dann wieder zurück über St. Hubert nach Riche-en-Eau, um dann nach Rose Belle zu fahren. Die eingeze­ich­nete Straße von Le Val in Rich­tung Nor­den ist eine Pri­vat­straße und nur mit beson­derer Genehmi­gung zu fahren. Dies war uns zu unheim­lich. Kurz nach La Flora haben wir uns dann was zu Essen gegönnt. Eine Por­tion Mienudeln. In Bois Cheri sind wir dann zur Teefab­rik gefahren. Lei­der waren wir etwas zu spät und die let­zte Führung war schon in vollem Gange. 375 Rupien für einen Film und dann nur den Ver­pack­ungsvor­gang zu sehen, war uns dann zu teuer. Das näch­ste Mal sind wir früher da. Wir sind dann weiter durch die Teeplan­ta­gen zum Grand Bassin gefahren. Da wir heute früher waren, sind wir auch aus­gestiegen. Es waren viele Hin­dus dort und haben Obst geopfert. Dieses Obst wurde jedoch von eini­gen anwe­senden Affen direkt nach der Opfer­ung aufgegessen. In dem See befinden sich außer­dem noch viele sehr große Fis­che. Wir sind dann weiter am Mare aux Vacoas (einem großen Trinkwasser Reser­voir) vor­bei über Qua­tre Bornes und Port Louis zur Nord­west­küste gefahren. Hier sind wir an vie­len großen Hotels vor­beigekom­men. Kurz vor Grand Baie, dem touris­tis­chen Haup­tort von Mau­ri­tius, haben wir dann einen Imbiss gefun­den, den wir schon 2001 besucht hat­ten. Dieser liegt an der Ein­fahrt zum Le Can­non­ier Hotel. Dieser Imbiss, von uns nur „Num­mer 1“ genannt, hat sich in den let­zten Jahren ver­größert. Seine alte Bude steht jedoch noch direkt neben der neuen. Hier haben wir uns mit eini­gen Kleinigkeiten eingedeckt und sind dann weiter. In Grand Baie sind wir in den wohl größten Super­markt des Lan­des gegan­gen und haben Tee gekauft. Danach sind wir weiter zum Hotel Coin de Mire, welches wir 2001 gebucht hat­ten. Danach ging es weiter zum Cap Mal­heureux und seiner Kirche. Wer diese Kirche bei seinem Mau­ri­tiusaufen­thalt nicht min­destens ein­mal fotografiert hat, war nicht auf Mau­ri­tius. Diese Kirche findet man wirk­lich in jedem Reise­führer. Wir sind dann zurück zum Hotel, welches wir gegen 19:00 Uhr erre­ichten. Die gesamte Fahrstrecke war heute 230 km.

12. Tag, Dien­stag 25. Novem­ber 2008

Heute haben wir einen Gammel-Tag am Strand ein­gelegt. Gegen 10:30 Uhr haben wir eine Fahrt mit dem Glas­bo­den­boot gemacht und sehr viele hun­grige Fis­che gefüt­tert. Danach wurde immer wieder das Meer zur Abküh­lung aufge­sucht. Der Strand­verkäufer an unserem Strand, er nennt sich selbst „Der bil­lige Jakob“, hatte heute sehr viel Kund­schaft und musste sogar Nach­schub holen. Am Nach­mit­tag haben wir uns das Nach­barho­tel Ambre angesehen.

13. Tag, Mittwoch 26. Novem­ber 2008

Heute war es sehr windig, aber keine einzige Wolke am Him­mel. Nach dem Früh­stück haben wir einen Strandspazier­gang in Rich­tung Nor­den unter­nom­men. Dazu haben wir uns mit Kam­era und Wasser aus­gerüstet. Nach den Nach­barho­tels kam der Pub­lic Beach von Belle Mare. Am Ende dieses Stran­des waren die ein­heimis­chen Fis­cher damit beschäftigt, ihre Ware an denn Mann zu brin­gen. Hier befindet sich auch das Hotel Emer­aude. Dieses Hotel ist nur durch eine Straße vom Strand getrennt. Der Strand ist hier zwar sehr schön, jedoch weisen Schilder auf eine gefährliche Strö­mung hin. Jetzt geht es weiter an einem Abschnitt ent­lang, an dem eher die Fis­cher als Badegäste zu Hause sind. Danach erre­icht man das Hotel Le Flam­boy­ant. Dies war das einzige Hotel der Insel, wo uns das Betreten ver­boten wurde. Daher haben wir uns entschlossen, hier keine Bilder des Hotels einzustellen. Danach kommt das Le Coco Beach Hotel. Dieses Hotel erstreckt sich über eine kilo­me­ter­lange Anlage. Da dieses Hotel auch in unserer engeren Auswahl für diesen Urlaub stand, haben wir es etwas näher uns ange­se­hen. Wir waren froh, dass wir es nicht gebucht haben. Das Hotel ist zwar sehr nett, uns war die Atmo­sphäre zu kühl und der Laden etwas zu groß. Direkt an das Coco fügt sich das Hotel Belle Mare Plage an. Dieses 5 Sterne Resort ver­fügt über 2 (in Worten zwei !!!) 18-Loch-Meisterschaftsgolfplätze. Also wenn wir ein­mal das nötige Klein­geld haben, wer­den wir dieses Hotel buchen. Wir sind dann weiter, an den unver­schämt teuren Vil­las des Belle Mare Plage vor­bei in Rich­tung Le Saint Geran Hotel, die mehrfach zum besten Hotel der Welt gewählte Anlage. Da wir aber schon jetzt 3 Stun­den unter­wegs waren, haben wir auf hal­ber Strecke zwis­chen den bei­den Hotels umgekehrt. Wir sind jetzt alles wieder zurück gelaufen und haben uns dann am Pub­lic Beach von Belle Mare an einem Snack­wa­gen eine Por­tion Mienudeln mit Gemüse und Huhn gekauft. Danach sind wir zu einer weit­eren Ein­rich­tung gegan­gen, um uns zwei Riesen­bier­flaschen zu kaufen, um diese dann am Strand zu trinken. Nach der Rast sind wir noch ein­mal kurz nach Belle Mare, um dort in die Geschäfte zu gehen. Hier haben wir jedoch nichts Passendes für uns gefun­den. Danach sind wir zurück an unseren Hotel­strand und haben mehrfach das Meer zur Abküh­lung aufgesucht.

14. Tag, Don­ner­stag 27. Novem­ber 2008

Heute ist unser let­zter Tag hier auf der Insel. Let­zte Nacht hatte es sehr stark gereg­net. Auch am frühen Mor­gen hielt der Regen an. Nach dem Früh­stück zogen die Wolken langsam weg und blauer Him­mel war in Sicht. Da es heute zum ersten Mal hier fast wind­still war, bemerkte man auch die Luft­feuchtigkeit. Es wurde ein sehr warmer, schwüler Tag, den wir am Strand und im Meer ver­brachten. Am Abend wur­den wir vom Hotel­man­age­ment zu einem Abschied­sessen an der Strand­bar ein­ge­laden. Dies war sehr lecker. Da wir am näch­sten Mor­gen schon um 6 Uhr abge­holt wur­den, sind wir früh ins Bett.

15. Tag, Fre­itag 28. Novem­ber 2008

Um 6 Uhr stand unser Taxi bereit zur Abfahrt an den Flughafen. Es hatte die ganze Nacht gereg­net, und auch jetzt hörte es nicht mehr auf. Wir fuhren Rich­tung Westen, da die Ostküsten­straße wahrschein­lich an eini­gen Stellen überflutet war. Nach ca. einer Stunde Fahrt waren wir dann am Flughafen angekom­men. Pünk­tlich um 10:35 Uhr hob die Mas­chine der Air Mau­ri­tius bei immer noch strö­menden Regen in Rich­tung Frank­furt ab. Wir kön­nen nun sagen, das Mau­ri­tius eine Reise wert ist. Wir waren jeden­falls nicht das letze Mal dort.

Auf der Web­seite von Anke und Ralf finden sich ergänzend zu diesem Bericht viele Fotos und all­ge­meine Rei­se­in­for­ma­tio­nen, die das Urlaub­stage­buch großar­tig illus­tri­eren und ergänzen.